überschriften sind scheiße

Irgendwie habe ich mir noch in den Ferien, besoffen an einem Lagerfeuer, mitten in der Nacht in die Sterne blickend, geschworen, zu einem richtigen Streber zu mutieren, weil Abi und so. Aber so richtig habe ich das noch nicht umgesetzt. Die Noten, die ich bisher hab, sind zwar nicht übel (1 x 15, 2 x 13, 3 x 12, 1 x 11) aber auch nicht so, wie ich mir das mit dem Herumstrebern vorgestellt habe. Weil nunja, anfangs alles noch ziemlich einfach ist und so und es ab jetzt einfach schon auf jede Note ankommt.
Aber vielleicht ist mein Umkreis einfach krank. Es gibt da diese Leute, die bei 15 P. nicht mal mehr mit der Wimper zucken und gar nichts anderes erwarten, einfach überall perfekt sind und so. Da vergleicht man sich automatisch. Ach, ich hasse diese Leute. Und irgendwie auch diesen heftigen Ehrgeiz, der mich selbst manchmal (wie auch jetzt) befällt. Das ist doch unsympathisch...

Montag haben wir bei der Fahrschule eine Probe-prüfung gemacht, um zu sehen, wie weit wir schon sind und so. Äh joa, ich hatte 40 Fehlerpunkte und so. Muss wohl noch etwas lernen. =/ Aber dieser Mist ist so langweilig und die Fragen teilweise einfach nur bescheuert.


Heute vergaß ich mein Essen, mein Trinken und mein Geld. Zum Glück gibt es noch Engel (Linh-Linh) auf der Welt, ansonsten wäre ich vermutlich gestorben.

Schulisch gesehen fängt der Stress schon wieder richtig an, da nächste Woche schon die ersten beiden Klausuren warten und ich einen riesigen Berg an Hausaufgaben für Deutsch aufhabe. Analyse und Interpretation einer Kurzgeschichte, ein Buch lesen und Arbeitsaufträge (Analyse, Interpretationen, Charakterisierungen, Fakten etc.) erledigen, bis Dienstag. Jo, läuft. Ich mag Fächer nicht, in denen man so viel machen muss.

In meinem anderen Leistungskurs muss ich fast gar nichts machen, und trotzdem ist irgendwie alles supi. Englisch in diesem speziellen Kurs ist so tooooorfte :> :>
Aber mimimi, ich verrat nicht, wieso :> Schlimm, schlimm.

 

Am Samstag kommt mein Franzelinchen mich besuchen, ich muss mir noch überlegen, wie ich die Gute unterhalten soll. Und außerdem muss ich aufräumen, die ganzen Kadaver beseitigen und so. Stress! Das ist, was soziale Kontakte bedeuten xD

Apropos, heute ist etwas hochgradiges seltsames passiert. Ich glaube, ich war zwischendurch von einem rastlosen Geist besessen oder es lag an den Schimmeldämpfen unten im Schulkeller oder einfach an meinem Hunger, jedenfalls setzte ich mich rotzfrech zu einem Mädchen, das ich nur flüchtig aus einem meiner Kurse kenne und wir unterhielten uns ziemlich öh, lange und unbefangen.
Irgendwas stimmt nicht mir mir, ich sollte einen Arzt konsultieren.

josi am 23.9.10 19:36


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Wie des öfteren..

plagt mich die Einsamkeit und die Angst. Und die Angst, vor immer länger anhaltender Einsamkeit und Angst. Ich fühle mich vernachlässigt. Ich fühle mich irgendwie nicht einmal richtig existent. Irgendwas läuft mächtig falsch in meinem Leben.
Und darüber bin ich nun zusätzlich noch traurig.
Und ein bisschen verwundert bin ich auch. Ich bin aufmerksam, eine gute Zuhörerin, nett und freundlich und ich gebe anderen Aufmerksamkeit und ich weiß, wie ich andere ermutigen und aufbauen kann.
Gerade das scheint irgendwie nicht anzukommen.
Als ich noch - vom Verhalten her - weniger sozial war, war ich definitiv weniger einsam.
Aber vielleicht liegt es einfach daran, dass ich nun einmal mein Umfeld radikal geändert habe und in bereits bestehenden Freundschaften und jahrelanger Kameradschaften vertraute neue Freundschaften schlecht aufbauen lassen.
Bäh. Eigentlich bin ich in der perfekten Lage, mich damit abzufinden und für den Rest der Schulzeit eine richtige kleine Streberin zu werden, aber das passt nicht zu mir, dazu bin ich eben doch noch zu sehr ein soziales Wesen. Ich warte viel mehr auf tiefgründigeren Kontakt, aber ich muss auch zugeben, dass ich ziemlich passiv bin.
Was natürlich daran liegt, dass meine Selbstsicherheit eben doch unter dieser Situation leidet. Teufelskreis.
josi am 10.9.10 22:07


Endstation?

Ewig nicht mehr hier geschrieben, egal.

Ich habe gerade die furchtbare Angst, dass eine Freundschaft aufgehört hat oder langsam stirbt oder sowas.
Seit meinem Schulwechsel gab es für uns nicht mehr so oft die Möglichkeit, uns zu sehen, was uns auch von Anfang an klar war. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns viel seltener als erwartet um Treffen bemüht haben. Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, jedes Wochenende zu telefonieren. Bisher haben wir das vielleicht drei bis vier mal geschafft.
Das alles liegt natürlich auch an mir. Wahrscheinlich habe ich sogar Schuld daran, weil ich so leichtfertig, auf meinen eigenen Vorteil bedacht, die Schule gewechselt und alles hinter mir gelassen hab.

Aber ich habe die begründete Angst, dass sie mich nicht mehr braucht. Es war ja eh immer hauptsächlich eine Freundschaft, die während der Schulzeit "aktiv" war. Wahrscheinlich findet sie dafür jetzt andere Menschen. Außerdem hat sie ja einen Freund.

Nur ich bin die ewig einsame, jetzt sogar im Begriff, die beste Freundin zu verlieren?
Es kam noch nie vor, dass sie sich nicht bei mir gemeldet hat, wenn ich mir so viel Mühe gegeben hab. Ich hab sogar 'ne Frage gestellt und sie hat die Nachricht definitiv schon gesehen.

 

Hilfe.

phinea.screams am 20.2.10 15:51


Irgendwann einmal

... möchte ich von meinem Bett aus den Himmel sehen können. Ich will durch das Fenster gucken in einer sternklaren Nacht, mit oder ohne Mond, und dass dabei Schatten von den Blättern eines Baumes, der sich im Wind bewegt, über mein Gesicht tanzen.

 

phinea.screams am 12.12.09 19:36


Schwächlingsgebrabbel.

Ich kann nicht mehr. Das bisschen elfte Klasse- Klausurentohowabohu geht mir schon an die Substanz. Dabei ist es nicht so, dass ich mich aus Angst vor ihnen völlig verausgabe und die ganze Zeit am Lernen bin, im Gegenteil.
Unter Druck geht bei mir einfach gar nichts.
Ich hab einen Klos im Hals, wenn ich daran denke, dass ich morgen Sport, Mittwoch Kunst, Donnerstag Mathe, Freitag Physik, Montag Chemie und Dienstag Biologie schreibe. Dazwischen noch haufenweise andere Hausaufgaben. Dabei hab ich schon über die Hälfte der Klausuren hinter mir.
Ich will einfach nur noch heulen. Warum setzen die einen so unter Druck?
Am liebsten würde ich blau machen, aber das würde ich bitter bereuen. ALLES ist besser, als nachzuschreiben.
14 Klausuren, das ist nicht fair.
So. Selbstmitleid Ende.

 

Mehr hab ich gerade aber auch leider nicht zu sagen.

 

 

phinea.screams am 6.12.09 15:40


mwah...

Erste Woche an der neuen Schule überlebt. Wobei "überlebt" ein abstrakter Begriff ist. Ich fühle mich so anders.
Erstens erschöpft, wahnsinnig müde und gestresst, was zum Teil an den vielen neuen Eindrücken, zum Teil am furchtbar langen Stundenplan liegen mag. Von nun an komme ich immer so halb 6 nach Hause, außer freitags. Auf Dauer wird mir das noch sehr zu schaffen machen.
Und zweitens fühle ich mich, als wäre ich im falschen Film gelandet. Die Menschen auf der neuen Schule kommen mir so anders vor. Unlustiger, unsympathischer, angepasster, langweiliger und so weiter. Außerdem ist meine Klasse ätzend.
Ach naja. Ich muss dem Ganzen einfach noch mehr Zeit geben, denke ich.
Dennoch vermisse ich meine Freunde sehr. Und meine alte Klasse; die alten Verhältnisse. Hier labert niemand Scheiße, einfach blos weil es witzig ist. Oder mir kommt das nur so vor.

Aber was solls. Ich muss mich beeilen, ins Bett zu kommen, ich muss jetzt immer so dermaßen früh aufstehen. Das wird jetzt immer so gehen.

Guten Tag, Guten Tag, ich will mein Leben zurück.

phinea.screams am 6.9.09 20:13


alle gleich.

Uhh, ich werde gerade von einem stark misantrophobischen Anfall heimgesucht oder sowas in der Art.

Es geht immer nur darum, besser als alle anderen sein zu wollen. Es steht nur eine andere Ideologie dahinter.
Es ist ein verschissener, menschlicher Trieb, sich in allem, was man tut, beweisen zu wollen, gelten zu wollen.
Andere niederzumachen verschafft Genugtuung. Sich eine kleine Pseudoelite aufzubauen, mit der man das durchsetzen kann, scheint unheimlich erfüllend zu sein.
JA zum Hinterfragen. NEIN dazu, alles schlecht zu reden. JA zu Visionen, Idealen, die dem Mainstream fern sind. Alternativen. NEIN zu auf Ideologien begründeter Arroganz. IMMER NEIN zu Schwarz-Weiß-Denken!

Pubertäre Profilierungskacke hin oder her, ich finde es sehr, sehr bedenklich, aufgrund eines Selbstüberschätzungstrips zu vergessen, wer man eigentlich ist und ob es einen Grund gibt, sich über andere zu stellen.
Ach, im Grunde ist das alles so lächerlich. Es gibt Schlimmeres. Aber es macht mich so wütend, dass Menschen, mit denen ich eigentlich dachte, aufgrund einiger gemeinsamer Nenner in Hinblick auf Weltbild und Ideale auf einer Wellenlänge zu sein, im Grunde nicht anders sind, als diejenigen, die sie als ihre Feindbilder bezeichnen. Irgendwo hab ich mal so ein Zitat gelesen, dem ich mit einem bitteren Geschmack im Mund Recht geben musste. Ah, gefunden!
Es hat zwar nicht wörtlich mit dem Thema zu tun, aber der Sinn dahinter schon... entfernt.

"Die [antifaschistische] Solidarität sei schnell vergessen, sobald die [Kommunisten] selbst die zentralen Machtstellen besetzten"

Blabla.
Ich weiß selber nicht, worüber ich mich gerade aufrege. Eigentlich über keine Szene (nein!), sondern nur über diese allgegenwärtige Arroganz und Selbstüberschätzung, die selbst bei den Leuten, die das eigentlich in gewisser Form ablehnen, extrem oft anzutreffen ist. Es widert mich an.

Der Mensch an sich sollte viel demütiger sein.

 

 

Nein, dieser Wirr-Warr muss und soll eigentlich nicht verstanden werden. Musste nur raus. Meine Seelenmüllhalde ♥ und so. 

 

phinea.screams am 24.8.09 22:25


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